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13 (1851) Der Talisman
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zur Meßzeit als für das Zelt eines regierenden Fürsten ge-schickt hätte, wurde der Erzherzog mit einer Umständlichkeitund kleinlichen Ceremonien bedient, die zeigten, wie besorgter sei, den Stand und Charakter zu behaupten, wozu er durchseine Erhebung das Recht erhalten. Er wurde auf den Knicenbedient, und nur von Pagen aus edlem Geschlecht, er speistevon Silbergeschirr, und trank seinen Tokaier und Rheinweinaus einem goldenen Becher. Sein herzoglicher Mantel warreich mit Hermelin verziert, sein Kopfschmuck mochte eine Kö-nigskrone werth sein, und seine Füße, von Sammetschuhenbedeckt, welche, die Schnäbel eingerechnet, zwei Fuß lang seinkonnten, ruhten auf einem silbernen Schemel. Zur Charak-terschilderung des Mannes ist es genug, zu sagen, daß, ob-wohl er dem Marquis von Montserrat, dem er höflich denPlatz zu seiner Rechten gegeben, Aufmerksamkeit zu erzeigensich bemühte, er dennoch eine größere Aufmerksamkeit seinemSpruchsprecher schenkte, der hinter der rechten Schulter desHerzogs stund.

Diese Person war wohl gekleidet; Mantel und Wammswaren von schwarzem Sammet; das Wamms war mit verschie-denen Silber- und Goldmünzen geziert, die daraus festgeheftetwaren zum Andenken an die freigebigen Fürsten, welche dieselbenverliehen hatten; er hielt einen kurzen Stab in der Hand, woranebenfalls eine Menge Silbermünzen an Ringen befestigt waren,und er machte mit diesem Stab ein Geraffel, um Aufmerksam-keit zu erregen, wenn er etwas derselben Würdiges zu sagen zuhaben glaubte. Der Rang dieser Person im Hofhalt des Erz-herzogs war etwa zwischen dem Minnesänger und dem Rath;er war abwechselnd Schmeichler, Dichter und Redner; und Alle,welche sich um die Gunst des Herzogs bemühten, suchten ge-wöhnlich die Zuneigung des Spruchfprechers zu gewinnen.