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krochen wurde, die im feierlichen Heroldstone rief: «Gedenktdes heiligen Grabes!"
Diese Ermahnung hallte von Posten zu Posten: denn eswar die Schuldigkeit der Schildwachen, dies Geschrei von Zeitzu Zeit regelmäßig zu erheben, auf daß das Heer der Kreuz-fahrer immer den Zweck des Krieges im Gedächtniß behielte.Aber obschon Conrad mit diesem Gebrauch vertraut war, unddie warnende Stimme bei allen früheren Gelegenheiten alsetwas Gewohntes angehört hatte; so ergriff ihn doch in demjetzigen Augenblick durch die Beziehung, die sie aus seine Ge-danken hatte, so gewaltig, daß sie ihm vorkam wie eine himm-lische Stimme, die ihn vor dem bösen Trachten seines Her-zens warne. Er blickte ängstlich umher, als wenn er, gleichdem alten Patriarchen, obwohl in einer anderen Lage alsdieser, irgend einen Widder erspähen wolle, der sich im Dickichtverfangen — irgend ein Opfer, welches das von seinem Ge-fährten vorgeschlagene ersetzen, und nicht dem höchsten Wesen,sondern dem Moloch ihres Ehrgeizes geschlachtet werden könne.Während er so spähete, siel ihm die große Fahne des englischenBanners, die sich schwer vor dem matten Abendwind entfal-tete, in's Auge. Sie wehte fast in der Mitte des Lagers übereinem künstlichen Erdhügel, den vielleicht ein hebräischer Häupt-ling oder Krieger zu seinem Grabmal ausersehen hatte- Jndeßder alte Name war nun vergessen, und die Kreuzfahrer nann-ten den Hügel bei dem christlichen Namen des Ritters St-Georg, weil auf dieser das Lager beherrschenden Höhe dasenglische Banner, als wäre cS ein Zeichen der Oberherrschaft,über die verschiedenen adligen, ja königlichen Banner hinaus-wehte, die auf geringerer Höhe flatterten.
Ein schneller Verstand, wie der Conrads, erfaßt Ideen imNu- Ein einziger Blick auf die Standarte schien die Ungewiß-