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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Italiener in's Gesicht schaute: »Richard von seinem Lager auf-stehen, sagst du? Conrad, er darf nimmer aufcrstehen!"

Der Marquis von Montserrat erschrack-Was!sprichstdu von Richard von England von Löwenherz, von demRitter der Christenheit?"

Seine Wangen wurden bleich, und seine Kniee zitterten,während er sprach. Der Templer sah ihn an mit seinen eiser-nen Zügen, die sich zu einem verächtlichen Lächeln verzogen.

Weißt du, wem du in diesem Augenblicke gleichest, HerrConrad? nicht dem staatSklugcn und tapferen Marquis vonMontserrat, der den Rath der Fürsten lenken und das Schick-sal der Reiche bestimmen möchte, sondern dem Schüler, der,nachdem er in seines Meisters Zauberbuch eine Formel aufge-stöbert, den Teufel heraufbeschworen hat, als er am wenigstendaran dachte, und nun vor der dämonischen Erscheinung zit-ternd und bebend dasteht."

»Ich gebe es Euch zu," sagte Conrad, sich fassend,daßim Fall nicht ein anderer, sicherer Weg gefunden werden kann,ihr den bezeichnet habt, der am kürzesten zum Ziele führt. Aber,gebenedeite Maria! wir werden der Fluch von Europa werden,verflucht und verwünscht von Jedermann, von dem Papst aufseinem Throne bis zum Bettler an der Kirchthüre, der vonAussatz und Lumpen bedeckt, auf der tiefsten Stufe mensch-lichen Elends, sich glücklich preisen wird, daß er weder GileöAmaury, noch Conrad von Montserrat ist."

Wenn du es so nimmst," sagte der Großmeister mit dernämlichen Kaltblütigkeit, die er während dieses ganzen merk-würdigen Gespräches gezeigt;laß uns dann annehmen, alswäre hier nichts zwischen uns vorqefallen, als hätten wir imTraume gesprochen, wären erwacht, und die Erscheinung wäreverschwunden."