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Kinn brachte, und eine Bewegung machte, als nähme er eineMaske ab; „da liegt die Verstellung. Und nun, was hoffet Ihrvon diesem Kreuzzug -um Vortheil Eures eigenen Ordens?"
„Das heißt eher den Schleier von meinen Gedanken zie-hen, als mir die Eurigen enthüllen," sagte der Großmeister,„doch ich will Euch mit einer Parabel antworten, die mir einDerwisch der Wüste erzählt hat. — Ein gewisser Bauer batden Himmel um Regen, und murrte, wenn er nicht siel zuseinem Bedarf. Seine Ungeduld zu bestrafen, erzählte derDerwisch, sandte Allah den Euphrat über das Gut des Bauersund er ging zu Grunde mit Allem, was er hatte, grade durchdie Erfüllung seiner eigenen Wünsche."
„Sehr wahr gesprochen," sagte der Marquis Conrad; „ichwollte, das Meer hätte neunzehn Zwanzigstel der Rüstungendieser weltlichen Fürsten verschlungen; der Rest würde denAbsichten der christlichen Edlen in Palästina, den schwachenUeberbleibseln des lateinischen Königreichs Jerusalem behülf-licher gewesen sein. Uns selbst überlassen, hätten wir unsvor dem Sturme geschmiegt, oder mäßig mit Geld und Mann-schaft unterstützt, hätten wir Saladin gezwungen, unsere Machtanzuerkennen, und uns Frieden und Schutz unter billigen Be-dingungen zu gewähren. Aber nun, da dieser furchtbareKreuzzug den Sultan mit der äußersten Gefahr bedroht, kön-nen wir nicht annehmen, daß, wenn die Gefahr vorüber, derSaracen irgend einen von uns in seinen syrischen Besitzungenund Fürstenthümern lassen, noch weniger das Bestehen christ-licher Ritterorden dulden werde, durch welche er so manchenSchaden erlitten hat."
„Freilich," sagte der Templer, „aber diese fremden Kreuz-fahrer können siegen, und das Kreuz von Neuem auf dieWälle von Zion pflanzen."