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13 (1851) Der Talisman
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Bischof, welcher von Einigen für einen politischen Schwindlergehalten wurde, wahrscheinlich Antheil genommen habe. Zwarwar er überzeugt, daß kein vollkommnerer Charakter als derseines Herrn zu finden sei: denn Richard war die Blume derRitterschaft, das Haupt der christlichen Feldherren, und dergehorsame Sohn der Kirche und de Vaur's Vorstellungvon Vollkommenheit ging nicht weiter; aber er wußte auch,daß es immer das Schicksal (wiewohl ein unverdientes) seinesHerrn gewesen sei, bei Entfaltung seiner großen Eigenschaf-ten eben so viel Tadel und Mißgunst als Anerkennung undErgebenheit zu finden, und es war ihm nicht unbekannt, daßunter den Fürsten, welche durch Eid und Schwur zum Kreuz-zug verbunden waren, viele sich befänden, welche mit Freu-den jeden Sieg über die Saracenen zum Opfer bringenwürden, wenn fie nur Richard von England verderben oderwenigstens demüthigen könnten-

Darum," dachte der Baron bei sich selbst,ist es nichtunmöglich, daß dieser el Hakim mit seiner an dem schottischenKnappen vollbrachten Kur oder Scheinkur es nur auf eineList abgesehen hat, bei welcher der vom Leoparden behülflichwar, und der Bischof von Tyrus trotz seines Prälatenstandeseinigen Antheil hat."

Diese Vermuthung konnte in der That nicht leicht mit derUnruhe, die der Bischof über die unerwartete Rückkunft desschottischen Ritters äußerte, zusammcngereimt werden. Aberde Vaur war einzig nur von seinen allgemeinen Vorurtheilenbeherrscht, die ihn fest glauben ließen, daß von einem verschmitz-ten, italienischen Priester, einem falschen Schotten und einemungläubigen Arzt nichts Gutes, wohl aber alles Ueble zu erwar-ten sei. Er entschloß sich jedoch, seine Zweifel dem Könige vorzu-legen, dessen Urtheil und Heldenmuth er fast gleich hochschätzte.