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„Eure Augen bezeugen's," sagte der Araber, „das Fieberist überwunden — er spricht mit Ruhe und Ucberlcgung —sein Puls geht so regelmäßig wie der Eurige — prüfet selbstdie Pulsschläge."
Der Prälat vermied, die Probe zu machen; aber Thomasvon Gilsland gehorchte entschlossen der Einladung, und über-zeugte sich, daß das Fieber wirklich vergangen war.
„Das ist höchst wunderbar," sagte der Ritter zu demBischof; „dieser Mann ist ganz gewiß geheilt. Auf der Stellemuß ich diesen Arzt zu dem Zelte Richards führen. — WaSglauben Eure Hochwürden?
„Bleibt — laßt mich eine Heilung vollenden, ehe ich eineandere anfange," sagte der Araber; „ich werde mit Euch ge-hen, wenn ich dem Kranken hier die zweite Schale diesesheilsamen Elirirs gegeben habe."
So sprechend brachte er eine silberne Schale hervor, undnachdem er dieselbe aus einer Kürbisflasche, die neben demBette stund, mit Wasser gefüllt hatte, nahm er einen kleinen,aus Silber geflochtenen Beutel, dessen Inhalt die Umstehen-den nicht erkennen konnten, und tauchte ihn in die Schaleunter einem aufmerksamen Stillschweigen während fünf Mi-nuten. Den beiden Zeugen kam es vor, als wenn in Folgedieser Operation eine Gährung entstünde; doch war es wirk-lich der Fall, so war's nur augenblicklich.
„Trink," sagte der Arzt zum Kranken, „schlaf' und er-wache frei von Krankheit."
„Und mit diesem einfachen Trank willst du einen Monarchenzu heilen unternehmen?" sagte der Bischof von TyruS.
„Ich habe einen Bettler geheilt, wie Ihr sehen könnt," ver-setzte der Weise. „Sind die Könige von Frangistan aus bes-serem Thon gemacht, als der geringste Ihrer Unterthanen?"
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