lichkeit drückte, als er in seinen Worten zu erkennen gab,„das Ding muß besser werden — Euer Knappe ist zu schlechtgenährt und gepflegt."
Die letzten Worte sprach er mit seiner gewöhnlichen star-ken Stimme. Der Kranke wurde im Schlummer gestört.
„Mein Herr, sagte er, im Traume murmelnd, „edler SirKenneth, kommt Euch nicht das Wasser des Clpde kühl underfrischend vor, im Vergleich zu den salzigen Quellen vonPalästina?"
„Er träumt von seinem Geburtsland, und fühlt sich glück-lich im Traume," sagte Sir Kenneth leise zu de Vaur; aberkaum hatte er diese Worte gesagt, als der Arzt von derStelle, die er neben dem Krankenbette eingenommen, sich er-hob, und nachdem er die Hand des Leidenden, dessen Puls eraufmerksam beobachtete, sacht auf das Bett gelegt hatte, na-hete er sich den zwei Rittern, nahm einen jeden beim Arm,und führte sie unter Empfehlung des Stillschweigens nachdem Eingang der Hütte.
„Im Namen des Jssa Ben Mariam," sagte er, „den wirgleich Euch verehren, obgleich nicht mit demselben blindenAberglauben, störet nicht die Wirkung der gesegneten Arzcnci,die er genommen hat. Erwachte er jetzt, so wär's für ihnTod oder Verlust des Verstandes. Zur Stunde, wo der Muez-zin vom Minarct zum Abendgebet in der Moschee einladet,kommet wieder, und ich verspreche Euch, daß dieser fränkischeKrieger, wenn er bis dorthin nicht gestört wird, im Stande seinsoll, ohne Nachtheil seiner Gesundheit eine kurze Untersuchungmit Euch zu haben, über was für Gegenstände es sein mag, undworüber namentlich sein Herr ihn zu befragen Lust hat."
Die Ritter zogen sich bei der nachdrücklichen Vermahnungdes Arztes zurück, der von der Wahrheit des morgenländischcn