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backen wurden. Das verständige Thier hatte bei ihrem Ein-tritt ein ersticktes Knurren vernehmen lassen, das aus dertiefen Brust wie entferntes Donnern lautete. Aber cs sahseinen Herrn und grüßte seine Gegenwart durch ein Wedelnseines Schweifes und ein Niederbeugen des Kopfes, sich jedergeräuschvolleren und lärmenderen Begrüßung enthaltend,gerade als ob sein edler Instinkt ihm das ruhige Verhaltenin einem Krankenzimmer cingeschärft hätte-
Neben dem Bette saß auf einem von Fellen bereiteten Pol-ster der maurische Arzt, von dem Sir Kenneth gesprochen hatte,mit kreuzweis gelegten Beinen nach morgenländischer Art- Daswenige Licht ließ nicht viel von ihm sehen, außer daß der untereTheil seines Gesichts von einem langen schwarzen Bart bedecktsei, der über seine Brust herunterfiel, daß er einen hohen Tol-bach trage (eine von Lammswolle zu Astrachan verfertigte Tar-tarmütze) von derselben dunklen Farbe, und daß sein weiter Caf-tan oder türkischer Rock ebenfalls schwarz sei. Zwei durchbohrendeAugen, die mit ungewöhnlichem Glanze strahlten, waren dieeinzigen Kennzeichen seines Gesichts, die sich in dem ihn umhül-lenden Dunkel bemerken ließen. Der englische Lord stund miteiner Art von Ehrfurcht still: denn ungeachtet der Rauhigkeit seinesgewöhnlichen Wesens machte doch ein Bild des ohne Klage undMurren ruhig geduldeten Mangels einen tieferen Eindruck aufThomas de Vaux, als der glänzende Pomp eines königlichenThronsaals, wenn cs nicht der Thronsaal von König Richard selbstwar. Eine Zeit lang hörte man nichts als das langsame, regel-mäßige Athmen des Kranken, der tief im Schlafe versunken schien.
„Er hat in sechs Nächten nicht geschlafen," sagte Sir Ken-neth, „wie mich der Bube, der ihn bedient, versichert."
„Wackerer Schotte," sagte Thomas de Vaux, indem er dieHand des schottischen Ritters umfaßte, und sie mit mehr Herz-
Der Talisman- I. 9