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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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scm Boden gewandelt sind, und die nun goldene Lampen undimmergrüne Palmen in Händen halten."

Das war in einer Bildersprache gesagt, die man an Tho-mas von Gilüland nicht gewöhnt war, um so weniger, da sienicht, wie es zuweilen vorkommt, seine innere Gesinnung aus-drückte: denn er war dem Wohlleben und einer bequemenPracht keineswegs abgeneigt. Unterdessen hatten sie die Ge-gend des Lagers erreicht, wo der Ritter vom Leoparden seineWohnung genommen.

Der Anschein ließ hier in der That vermuthen, daß demGesetze der Entbehrung, welchem die Kreuzfahrer, nach derMeinung GilSlandS unterworfen waren, kein Abbruch geschähe.Ein Platz, der Raum genug batte für dreißig Zelte, wie dieKreuzfahrer sie zu errichten pflegten, war theilweise leerdenn aus Stolz hatte der Ritter einen der Größe seines ur-sprünglichen Gefolges angemessenen Raum verlangt theil-weise mit wenigen, elenden Hütten besetzt, die in der Eile ausZweigen errichtet und mit Palmblättern gedeckt waren. DieseWohnungen schienen gänzlich verlassen, und einige davon wa-ren zerfallen. Die mittlere Hütte, welche das Gezelt desAnführers vorstellte, zeichnete sich durch ihr doppcltgezacktesFähnlein aus, das, an der Spitze einer Lanze befestigt, schlaffzur Erde herunter hing, gleich einer unter den sengenden Strah-len der asiatischen Sonne hinwelkenden Blume. Aber wederPagen noch Knappen, nicht einmal ein einziger Wächter wa-ren bei diesem Sinnbild der Feudalherrschaft und der Ritter-würde aufgestellt. Wenn cs nicht durch sich selbst sich Achtung ver-schaffte , so hatte es gegen Beschimpfungen keinen anderen Schirm.

Sir Kenneth warf einen traurigen Blick um sich, doch, seineGefühle unterdrückend, trat er in die Hütte, und winkte demBaron von Gilsland, ihm zu folgen. Auch er schickte einen