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zweifeln wäre Sünde, wenigstens für jeden, der Euch bravund rechtschaffen Eure Pflicht hat thun sehen."
„Gut denn," sagte der schottische Ritter, über die Offen-heit dieses Zugeständnisses erfreut, „so schwöre ich Euch, Tho-mas von Gilsland, so wahr ich ein achter Schotte bin, wasich so hoch anschlage als das Alterthum meines Namens, undso wahr ich den Ritterschlag empfangen habe, und hierher ge-kommen bin, um Lob und Ruhm im irdischen Leben und Ver-gebung der Sünden im himmlischen zu erhalten — so wahr, ichbekräftige es Euch bei dem gebenedeiten Kreuze, das ich trage,wünsche ich nichts als die Heilung von Richard Löwenherz,wenn ich den Dienst des muselmännischen Arztes empfehle."
Der Engländer war betroffen über die Feierlichkeit dieserAetheuerung; und er antwortete mit mehr Herzlichkeit, als erbisher gezeigt hatte: „Sagt an, Herr Ritter vom Leoparden,zugestandcn, daß Ihr selbst, woran ich nicht zweifle, in dieserSache gänzlich beruhigt seid, würde ich wohlthun, wenn ichin einem Lande, wo Giftmischcn so gemein als Kochen ist, ei-nen unbekannten Arzt mit seinen Mitteln bei einem Krankenzuließe, dessen Leben der Christenheit so theuer ist?"
„Mplord," versetzte der Schotte, „ich kann Euch nur dieserwiedern, daß mein Knappe, der einzige meines Gefolges, denmir Krieg und Krankheit zu mcinemDienste übrig gelassen, vorKurzem an dem nämlichen Fieber gefährlich krank darnieder lag,das in dem tapferen König Richard das vornehmste Glied unse-res heiligen Unternehmens gelähmt hat. Dieser Arzt, dieser ElHakim, hat ihm Arzneien gegeben, es sind noch keine zwei Stun-den her, und schon ist er in einen erquickenden Schlaf gesunken.Daß er die Krankheit, die sich so hartnäckig erweiset, -eilenkann, ich bezweifle cs nicht; daß er den Vorsatz hat, es zu thun,ist, glaube ich, dadurch verbürgt, daß er von dem königlichen