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das wir zu beschreiben versucht haben. „Alle unsere Ritter wer-den Weiber, unsere Damen Nonnen_ kein Fünkchen von
Heldenmuth und Liebe will im Lager erhellen, das den Kernder europäischen Ritterschaft enthält!"
„Der Waffenstillstand, Mylord," sagte de Vaur mit dem-selben Gleichmuth, mit welchem er schon zwanzigmal diese Er-klärung gegeben hatte — der Waffenstillstand hindert uns, unSals thatkräftige Männer zu zeigen, und, was die Damen an-langt, ich bin kein großer Höfling, wie Eurer Majestät wohlbekannt ist, und selten vertauschte ich Stahl und Büffelhautgegen Sammet und Gold —aber so viel weiß ich, daß unseregepriesensten Schönheiten die Königin und die Prinzessin aufeiner Wallfahrt nach dem Kloster von Engaddi begleitet haben,wo sie ihr Gelübde für Eurer Hoheit Genesung erfüllen "
„Also ist eS wahr," sagie Richard mit der Ungeduld eines Fie-berkranken, „daß königliche Frauen und Fräuleins sich in eine Ge-gend wagen, wo die Hunde, die das Land durchstreifen, so wenigLiebe zu ihrem Nächsten haben, als Glauben an Gott?"
„Allerdings, Mylord," sagte de Vaux, „sie haben Sala-din's Wort für ihre Sicherheit."
„So, so!" versetzte Richard, „ich habe dem heidnischenSultan Unrecht gethan — ich bin ihm Genugthuung dafürschuldig. — Wollte Gott, daß ich sie ihm bieten könnte inPerson zwischen zwei Heeren, daß Christenheit und Heidenweltes sähen!"
Als Richard so sprach, streckte er seinen rechten, bis zurSchulter nackten Arm aus dem Bette, und indem er sich schwer-fällig auf dem Lager erhub, machte er mit geballter Faust eineBewegung, wie wenn er Schwert oder Streitaxt über dem mitJuwelen besetzten Turban des Sultans schwänge. Es war nichtohne ein wenig Zwang, den der König von keinem Anderen