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13 (1851) Der Talisman
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der Macht entkleideten Herrschers zugleich gepeinigt wurde;und die gemeinen Krieger, wenigstens im englischen Heer, wa-ren im Allgemeinen der Meinung, daß de Vaur den Königwie ein Camerad einen Cameraden verpflege mit der ehrlichenund uneigennützigen Soldatenfreundschaft, die zwischen denensich bilde, die täglich Gefahren mit einander theilen.

ES war an einem Abend, wie fie in Syrien Vorkommen,daß Richard aus seinem Bette lag, das seinem Geiste und sei-nem Körper Ueberdruß und Unbehaglichkeit verursachte. Seingroßes, blaues Auge, das jeder Zeit in ungewöhnlich scharfemGlanze strahlte, hatte durch das Fieber und die Ungeduld, dieihn durchbebten, an Lebhaftigkeit gewonnen, und es leuchtetehinter den wallenden, ungeschornen Locken seines goldgelbenHaares bald strahlend, bald schimmernd hervor, wie die Abend-sonne hinter vergoldeten Gewitterwolken. Sein männlichesAngesicht verrieth die Fortschritte einer verzehrenden Krank-heit, und sein vernachlässigter, ungeschorner Bart bedeckte Lippeund Kinn. Indem er sich von einer Seite auf die anderewarf, bald die Decken an sich zog, bald dieselben von sich'schleuderte, gab er durch seine Unruhe und Ungeduld die Fe-stigkeit und Gleichheit eines Charakters zu erkennen, der nurbei der angestrengtesten Thätigkeit in seinem Elemente war.

Zur Seite des Bettes stund Thomas de Vaur, an Gesicht,Haltung und Bewegung das vollkommene Gegenbild des lei-den Monarchen. Sein Wuchs nahte dem Riesigen, und seinHaar glich an Fülle dem des Simson, nachdem dasselbe unterder Scheere der Philister gefallen: denn das Haar von de Vaurwar kurz geschnitten, damit es bequemer unter den Helm ge-bracht würde. Der Glanz seines großen, Hellen, braunen Augeswar einem Herbstmorgen ähnlich, und es bewegte sich nur, wennes angezogen wurde von den heftigen Zeichen von Aufgeregtheit