Fünftes Kapitel.
Umsonst auf zeltbedecklem PlanFällt die Gespensternacht uns an.Wir jagen fort die Zauberrott',Termagant und Astarvth.
War ton-
Die tiefste Stille, die dichteste Finsterniß herrschten seitlänger als einer Stunde in der Kapelle, in welcher wir denRitter vom Leoparden auf den Knieen liegend zuröckgelassenhaben, abwechselnd sein Dankgefühl dem Himmel und seinerDame ausdrückend für die Gnade, deren sie ihn gewürdigthatten. Seine eigene Sicherheit, sein eigenes Schicksal, umdie er zu jeder Zeit wenig besorgt war, hatten in diesemAugenblick in seinen Betrachtungen nicht das Gewicht einesSandkorns. Er war in der Nähe der Lady Edith; er hatteZeichen ihr Gunst empfangen; er befand sich an einem Orte,der durch Reliquien von der größten Heiligkeit geweihet war.Ein christlicher Streiter, ein ergebener Liebhaber fürchtete nichts,dachte an nichts als an seine Pflicht gegen den Himmel undan seine Schuldigkeit gegen seine Dame.
Nach Verlauf des bemerkten Zeitraums ließ sich ein schar-fes Pfeifen, das dem glich, womit der Jäger seinen Falkenruft, gellend durch die Wölbung der Kapelle vernehmen. Eswar ein dem Ort unangemessener Ton, und erinnerte SirKenncth, wie nöthig es sei, auf seiner Hut zu sein. Er sprangvon den Knieen auf, und fuhr mit der Hand nach dem Dolch.Ein Knarren wie das der Schraube eines Flaschenzugs ließ