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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
61
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Diese Verse mochten vielleicht die nicht unnatürliche Er-gießung eines halb aufgeklärten Wcltweisen sein, der in dererdichteten Gottheit des Arimans nur das Uebergewicht desnatürlichen und sittlichen Bösen erkannte; aber in dem Ohrvon Sir Kennet- vom Leoparden machten sie einen anderenEindruck, und, da sie von einem gesungen wurden, der sicheben erst seiner dämonischen Abkunft gerühmt hatte, so klan-gen sie wie eine dem Erzfeinde selbst dargcbrachte Huldigung.Er überlegte still für sich, ob cs genug sei, wenn er dem Sa-racenen seinen Abscheu für das Anhören solcher Lästerung inderselben Wüste, wo Satan statt der geforderten HuldigungVerweise empfangen, durch ein plötzliches Abschiednehmen zuerkennen gäbe, oder ob er nicht vielmehr durch sein Kreuzfah-rergelübde verbunden wäre, den Ungläubigen auf der Stellezum Kampf herauszusordern, und ihn den Thieren der Wild-niß zur Speise zu lassen, als seine Aufmerksamkeit plötzlichdurch eine unerwartete Erscheinung gefesselt wurde.

Der Tag hatte sich nun geneigt; doch konnte der Ritternoch so viel sehen, daß sie Beide nicht allein in dem Waldeseien, und daß sie genau beobachtet würden von einer großenund mageren Riesengestalt, die mit so viel Leichtigkeit überFelsen und Büsche sprang, daß er sich, das wilde haarigeAeußere dieses sonderbaren Wesens bemerkend, an die Fauneund Silvane erinnerte, deren Bilder er in den alten TempelnRom's gesehen hatte. Da nun der ehrliche Schotte nie einenAugenblick daran gezweifclt hatte, die Götter der alten Hei-den für wirkliche Teufel zu halten, so zögerte er jetzt auchnicht, anzunchmen, daß die gotteslästerliche Hymne des Sa-racenen einen höllischen Geist heraufgerufcn habe-

Doch was thut das!" sagte Sir Kenneth herzhaft zu sichselbst;nieder mit dem bösen Feind und seinen Verehrern!"