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12 (1851) Nigels Schicksale
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kommen waren, um Lord Dalgarno zu retten, wurde ihneneher zum Lobe, als zum Tadel angerechnet.

Georg Heriot, der vermuthele, wie es mit Vincent stand,erwirkte von seinem Meister die Erlaubnis;, ihn in einem wich-tigen Geschäfte nach Paris schicken zn dürfen, lieber sein wei-teres Schicksal können wir keinen nähern Aufschluß geben,vermuthen aber, das; eS günstig war, und daß er in Gemein-schaft mit seinem Lehrgenossen ein vortheilhaftes Geschäft an-fing, als David Ramsay nach der Vermählung seiner Tochtersich zu Ruhe setzte. Der große Alterthumsforscher I)r. Trvcken-staub besitzt eine alte Uhr, in welcher ein Stück Darmseite dieStelle der Kette vertritt, und welche auf dem silbernen Ziffer-blatte die Inschrift trägt:Vincent »nd Tnnstall.«

Meister Lowestoffc verfehlte nicht, seinen Ruf als Welt-mann zu rechtfertigen, indem er sich nach Hans Christie undFrau Leuchen erkundigte. Zu seinem Erstaunen und zu seinemSchaden (er hatte zehn Goldstücke gewettet, daß er sich in derFamilie einheimisch machen wolle) fand er den Laden und dieVorräthe verkauft und den ehemaligen Eigenthümer mit seinerFrau verschwunden. Kein Mensch wußte, wo sie hingekommenwaren. Man glaubte aber, sie seien nach Amerika ausgewandert.

Die Freifrau von Dalgarno empfing die Nachricht von demTode ihres unwürdigen Gemahls mit gemischten Empfindun-gen, worunter die vorherrschende die des Entsetzens war, daßer mitten im Laufe seiner Verruchtheiten umgekommen sei.Ihre Schwcrmnth nahm demzufolge zn, und untergrub ihrebereits erschütterte Gesundheit noch mehr. Da sie durch ihresGemahles Tod wieder in den vollen Besitz ihres Vermögensgekommen war, beschloß sie, ihrem Vetter Glenvarloch denPfandbrief auf seine Güter wieder zu verschaffen. Allein derNotar, in dessen Händen die Papiere gewesen, war verschwun-