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12 (1851) Nigels Schicksale
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Gold oder Kriegsruhm heimbringt, wie viel weniger, wenner Gold und zugleich Lorbeeren hat."

Während er so für sich sprach und sich dann weiter derUngnade erinnerte, in welche er gefallen war, und sich Gründeausdachte, warum er den Freiherrn von Glcnvarloch hasse»müsse, wechselten seine Gesichtszüge mit den Gedanken, dieihm durch den Kopf gingen. Lenchen, welche unbeachtet zuseinen Füßen saß und ihn erwartungsvoll ansah, bemerkte mitSchrecken, wie seine Wangen glnthroth wurden, wie seineLippen sich znsammenpreßte», wie das Auge sich ausdehnte undwie sein ganzes Antlitz den Ausdruck verzweifelter Entschlossen-heit beim Herannahen des entscheidenden Kampfes mit einemTodfeinde trug- Die Einsamkeit des Ortes, die Umgebungen,so sehr verschieden von denen, an welche sie gewöhnt war, dieunheimliche Düsterheit, welche sich plötzlich auf dem Antlitzeihres Verführers lagerte, sein Gebot an sie, zu schweigen, dieUnbegreiflichkeit seines müßigen Verweilens ohne erkennbarenGrund> während er eine lange Reise vor sich hatte, Allesdies zusammen ließ sonderbare Gedanken in ihrem schwachenKopfe aufstcigen. Sie hatte von Weibern gelesen, die sich vonZauberern, von Verbündeten der höllischen Mächte oder garvon dem Vater des Uebels selber zur Untreue in der Ehehatten verführen lassen. Sie hatte gelesen, daß der Verführersein Opfer in eine Wüstenei fern von Menschen geführt unddort die liebliche Gestalt, in welcher er ihre Zuneigung ge-wonnen, mit seiner wahren Gränelgestalt vertauscht habe. Sicerwehrte sich des unheimlichen Gedankens, der sich ihr auf-drang. Sie würde denselben vermuthlich allegorisch, wennauch nicht buchstäblich verwirklicht gesehen haben, wofern nichtein anderer Auftritt erfolgt wäre.

Der Page, der ein besonders scharfes Auge hatte, rief sei-

Mgels Schicksale. III. 14