Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

Hm! was sagte sie dazu?" fragte Richard.Sie wirdeinen schönen Schrecken gekriegt haben."

Durchaus nicht," antwortete Jan.Sie lachte und be-hauptete, sie habe Spaß gemacht. Aber ich weiß ihren Teu-felsspaß vom Ernst zu wohl zu unterscheiden. Dagegen weißsie, daß ich sic nimmer verrathen werde."

Verrathen? Nein!" sprach Richard.Aber seid Ihr ir-gendwie dem Spitzbuben Colepepper oder Peppercul (oder wiesie ihn nennen) verbunden, daß Ihr ihn einen Raub verübenlassen solltet an dem ehrlichen Manne, der gen Norden reiset,und der vielleicht ein herziger Schotte ist?"

Ja wohl und mit einer Ladung englischen Goldes heim-geht," antwortete Jan spöttisch. «Doch sei er, was er wolle;meinetwegen mögen sie alle Welt berauben, denn ich bin be-raubt und zu Grunde gerichtet."

Richard füllte seinem Freunde den Becher und bestanddarauf, daß er ihn bis ans die Nagelprobe austrinke.DieseLiebschaft," sprach er sodann,ist eben doch nur eine Kindereifür einen so munteren Gesellen, wie Ihr. Wenn Ihr schlech-terdings eine Grille haben müßt, wiewohl ich es für besserhalte, Ihr machtet Euch an ein gesetztes Weibsbild so gibtes noch eben so hübsche Mädel in London, wie diese GrethelRamsay. Seufzt nicht so tief. In der See sind noch ebenso gute Fische, als herausgeholt worden sind. Warum sollteein so munterer Geselle wie Ihr das Maul hängen und nichtherzhaft einen Weg einschlagen, sein Glück zu bessern?"

Ich sage Euch," antwortete Jan,ich bin so arm, wieirgend Einer von Euren Landsleuten. Ich habe meinen Lehr-vertrag gebrochen und will auf und davon."

Ei nein!" sprach Richard.Ich weiß aus eigner trauri-ger Erfahrung, Armuth ranbt Muth, und wer ein Loch in den