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„Gnädiger Herr, ich will noch mehr thun," rief Andreaswieder anflebend. „Ich will beweisen, daß Lord GlenvarlochsFrennde mich bedroht und die Degen gegen mich gezogen haben.Meinte Ew. Herrlichkeit, ich wäre so undankbar gewesen, sieEtwas zu Dero Nachtheil thnn zu lassen, wenn sie mir nichtdaS Messer an die Kehle gesetzt hätten?"
„Genug gesagt," erwiederte Dalgarno. „Du bist ein ganzerKerl. Vergiß nicht, so zu bleiben, wofern du meinen Grimmvermeiden willst. Ich lasse meinen Pagen an der Thüre. Be-stelle Träger und laß sie augenblicklich mit dem Gelde Nach-kommen."
Mit diesen Worten verließ Lord Dalgarno die Wohnungdes Notars.
Skurlicwhitter schickte seinen Jungen fort, um Träger zubestellen, und sann nach, wie er sich des grimmigen, rachgieri-gen Freiherrn entledigen könne, der gefährliche Sachen vonihm wußte und die Macht hatte, ihn zu Grunde zu richten.Er hatte zwar den eilig entworfenen Plan der Besitznahmeder eingelöseten Herrschaft gut geheißen, allein er sah voraus,daß derselbe unausführbar sei. Auf der andern Seite bebteseine schmutzige Seele vor den Folgen von Dalgarno's Zornezurück. In der Hand eines liederlichen großen Herrn zu stehen,seinen Launen und Erpressungen ausgesetzt zu sein in dem Au-genblicke, wo seine Betriebsamkeit den Weg zum Reichthumgefunden hatte — dies mar der grausamste Streich, den dasSchicksal dem beginnenden Wucherer spielen konnte.
Während der Notar in solcher Scelenangst schwebte, klopftees an die Thür. Er rief: herein! und es erschien ein Mannin einem Reitermantel von grobem ungeschornen WiltshirerTuche und mit einem breiten Ledergurt mit messingenerSchnalle, so wie Landlente sie damals trugen. Skurliewhitter