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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
167
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Glenvarloch bis auf den Grund erforscht haben. Ich denke,Einige unter Euch erinnern sich, wie ich in dem merkwürdigenFalle der Frau Lake -) verfuhr, und wie ich die Geschichtevon dem Horchen hinter der Tapete in's Reine gebracht habe.Dies nun hat mich auf eigne Gedanken gebracht. Ich erinnertemich, gelesen zu haben, daß Dionysius, König von Syrakus,den die Geschichtschreiber tzT-mmis nennen (was im Griechischennicht, wie bei uns, einen grausamen Usurpator, sondern nureinen etwas strenger als Wir regierenden König bezeichnet),daß, sage ich, dieser Dionysius von geschickten Werkleuten sicheinen Löffel bauen ließ. Wißt Ihr, was das ist, gnädigerHerr Bischof?"

Eine Stiftskirche, denke ich," antwortete der Bischof.

Was zum Teufel! verzeihe Ew. Herrlichkeit, daß ichfluche. Nein, cs war keine Stiftskirche, sondern nur einVersteck, genannt des Königs Löffel oder Ohr, in welchem erunbemerkt scheu und das Gespräch der Gefangenen behorche»konnte. Nun, meine Herren, diesen Dionysius nachahmend,den ich zum Muster genommen habe, um so mehr, da er eingroßer Sprachkenner und Grammatiker gewesen, und nach sei-ner Abdankung mit gutem Beifall eine Schule gehalten hat,(er oder sein gleichnamiger Nachfolger, denn darauf kommt

'v Frau Lake hatte die Gräfin von Exeter-eines Anschlags, sic undihre Tochter zu vergifte», angeklagt. Das Beweisstück war ein Brief,den die Gräfin zu Wimbledon in Gegenwart der Frau Lake und ihrerTochter geschrieben haben sollte, um durch Geständniß ihres Vorhabensihre Verzeihung zu erhalten. Eine hinter der Tapete versteckte Magdsollte die Gräfin diesen Brief haben vorlesen hören. Während desProccffeS sagte Jakob bei Wimbledon, gerieth auf den Einfall, das be-zeichnete Zimmer zu untersuchen, und fand, daß die Tapete unten umzwei Fuß zu kurz war, um einen Horcher zu verbergen.