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»Das ist mir lieb, gnädige Frau," erwiderte Heriot. „Nurwünschte ich, ihre Freilassung hätte eher stattgefunden, damitsie nicht thörichter Weise mit dem sonderbaren jungen Mannezusammengekommen wäre. Ich begreife nicht, wie Ihr, gnä-dige Frau, dies »erstatten konntet."
„Lieber Meister Heriot," erwiderte Herr Edward Mansel,„wir handeln nach den Befehlen dessen, der weiser und besserist als wir. Die Befehle, welche wir von Sr. Majestät erhal-ten, müssen streng und buchstäblich befolgt werden, und ichbrauche wohl nicht zu sagen, daß die Weisheit Sr. Majestätmehr als genügende Zusicherung gibt — —"
- «Ich kenne Sr. Majestät Weisheit," unterbrach Heriot.
„Aber es gibt ein altes Sprichwort: Feuer und Flachs-.
Nun wohl, lassen wir es gut sein."
„Ich sehe Herrn Mungo Malagrowther durch den Hofhumpeln wie ein lahmer Kranich," sprach Frau Mansel. „Diesist heute sein zweiter Besuch."
„Er hat den Befehl gebracht, welcher den Lord Glenvar-loch von der Anschuldigung des Hochverraths freispricht," be-merkte Herr Edward.
„Von ihm habe auch ich viel von dem, was vorgefallenist, vernommen," sagte Heriot. „Ich bin erst gestern Abendspät und etwas unerwartet aus Frankreich znrückgekommen."
Während sie sprachen, trat Herr Mungo ein, grüßte denLieutnant des Towers und seine Gemahlin mit förmlicherHöflichkeit, beehrte den Goldschmied mit dem Kopfnicken einesGönners und redete Grcthchen an mit den Worten: „Nun,meine kleine Gefangene, habt Ihr noch nicht Eure Manns-kleider abgelegt?"
„Sie will dieselben nicht ablegcn, Herr Mungo," erwiderteHeriot mit lauter Stimme, „bis sie Genugthuung von Euch