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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
91
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Berühmt? das habe ich nie gcihan. Nie würde ichin so Etwas eine Ehre gesetzt haben. Ich konnte müßigeZnngen nnd müßige Köpfe nicht hindern, falsche Vermnthungenanfznstellen."

Es würde Euch ein Leichtes gewesen sein, ihnen denMund zu stopfen," entgegnete Heriot,wenn sie Etwas vonEuch gesagt hätten, was Euren Ohre» mißfiel und was nichtauf Wahrheit beruhte. Kommt, edler Herr, erinnert EuchEures Versprechens, Euer Unrecht zu gestehen; es gestehenist in diesem Falle ein Mittel, es einigermaßen wieder gut zumachen. Ich bringe in Anschlag, daß Ihr jung seid, daß dasWeib hübsch ist und, wie ich selbst bemerkt habe, ziemlichleichtsinnig. Laßt mich wissen, wo sie ist. Ihr thvrichterMann hegt immer noch Mitleid für sie; er will sie vorSchande bewahren, sie vielleicht mit der Zeit wieder zu sichnehmen; denn wir Bürgersleute sind eine gutmüthige Art.Gnädiger Herr, eifert nicht Denen nach, welche Unheil stiftenblos aus Lust am Unheil das ist des Teufels schlimmsteEigenschaft."

Eure ernsten Vorstellungen werden mich noch wahnsinnigmachen," rief Nigel.Es liegt Sinn und Verstand in dem,was Ihr sagt, und dennoch ist es nichts Anderes, als dasVerlangen, daß ich den Schlupfwinkel einer Entlaufenen an-geben soll, von der ich schlechterdings nichts weiß."

Gut denn, edler Herr," erwiderte Heriot kalt.Ihrhabt das Recht, Eure Geheimnisse zu bewahren. Da sonachmeine Worte in dieser Beziehung keine» Eindruck auf Euchmachen, so ist es am besten, zur Geschäftssache überzngehen.Und doch steigt Eures Vaters Bild vor mir auf und scheintmich aufzufordern, den vorigen Punkt noch nicht fallen zulassen."