Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

die Art und Weise, auf welche ihr Reichthum zusammenge-bracht worden sei, könne sie von dem Hanse eines geringenBurgers ausschließen. Während sie ans dieser Ursache zögerte,ergab sich ein triftigerer Grund.

In dem Hanse erhob sich ein Lärm und Zank, der immerlauter wurde, je mehr sich die Streitenden der Hansthür nä-herten. Ei» großer knochiger Mann mit harten Zügen trataus dem Laden, zwar eilends, aber nicht mit schnellen Schrit-ten, sondern wie ein erzürnter Spanier, welcher Hast für un-anständig haltend, dieselbe durch die Länge seiner Schritte znersehen sucht. Sobald er sich ans der Gaffe befand, kehrte ersich um wider seinen Verfolger, einen anständigen ältlichenBürgersmann, Hans Christie, den Eigenthümer des Hauses,welcher in ungewöhnlicher Aufregung zn sein schien.

Ich will Nichts weiter davon hören," rief der Mann,welcher zuerst znm Vorschein gekommen war,ich will Nichtsweiter davon hören. Es ist nicht nur eine unverschämte Er-dichtung , wie ich bezeugen kann, es ist auch ein SeanäLlumNIsgnntum. Ja, ein SeruiäLlum älagnntum!" *) wiederholte ermit gedehnter Betonung der zweiten Sylbe des ersten Wor-tes, wie man sie in Edinburgh und Glasgow hört, undworüber König Jakob weidlich gelacht haben würde, wenn erzugegen gewesen wäre, sintemal er strenger auf die vermeint-liche ächt römische Aussprache hielt, als ans die königlichenVorrechte, auf denen er zuweilen so nachdrücklich in seinenReden an das Parlament bestand.

Ich gebe kein Loth faulen Käs darauf, wie Ihr es be-namt," erwiderte Hans Christie;aber es ist die Wahrheit,und ich bin ein freier Engländer und habe das Recht, die

Beleidigung eines StandeSherrn.