Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

Ursache dieser That verbunden war, und er faßte im Stillenden Entschluß, alles Mögliche zur gerichtlichen Verfolgungdieser Sache zu thun, sobald seine eigenen Angelegenheiteneinigermaßen geordnet seien.

Nachdem er gefunden, daß Martha nicht wußte, wohin siesich wenden solle, empfahl er ihr, einstweilen ihre Wohnungbei seinem alten Hanswirthe, dem Schiffkrämer Christie an derPanlslände zu nehmen, indem erste versicherte, daß derselbemit seiner Frau eine ehrbare Haushaltung führe.Entweder,"sagte er,nehmen sie Euch bei sich ans oder sie empfehlenEuch an Jemand, für den sie bürgen, bis Ihr Zeit gefundenhabt, Euch selber nach einer besseren Wohnung umznsehen."

Das arme Weib nahm diesen, in ihrer hülflosen Lage sowillkommenen Rath mit kurzem aber so herzlichen Danke an,wie sich kaum von ihrem starren Wesen erwarten ließ. LordGlenvarloch erklärte ihr weiter, daß Gründe seiner persönlichenSicherheit ihn unverzüglich nach Greenwich riefen, daß esihm mithin unmöglich sei, sie nach Christie's Hans zu beglei-ten, was er sonst mit Vergnügen gethan haben würde. Aberer riß ein Blatt ans seiner Schreibtafel und schrieb daraufeinige Zeilen an seinen Hauswirts). Er schilderte diesem, alseinem Manne von Ehre und Gefühl, die Ueberbringerin alseine zeitweiligen Schutzes und Rathes bedürftige Person, dievermögend sei, Gefälligkeiten reichlich zu belohnen, und batihn, als seinen alten Freund, sie für einige Zeit unter seinemDache wohnen zu lassen, oder, wenn das nicht angehe, ihreine paffende Wohnung anzugeben. Er schloß mit dem etwasschwierigeren Aufträge, ihr einen ehrlichen oder wenigstens in'gutem Rufe stehenden Sachwalter zur Führung eines wichti-gen Nechtsgeschäftcs znzuweisen. Er Unterzeichnete sein Schrei-ben mit seinem wahren Namen und übergab es der von ihm