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12 (1851) Nigels Schicksale
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in die Scheide zu stecken, weil er ein Anklopfen an seinerThiire vernahm, und nicht mit gezogenem Degen wie ein Luft-fechter angetrvffen werden wollte.

Sein alter Hanswirth trat ein, um ihm unter tiefenBücklingen zu sagen, daß seine Micthe eine Krone täglich be-trage, und daß sie nach dem Brauch in Whitefriars vorauszu-bezahlcn sei, wiewohl er Nichts dagegen habe, das Geld eineWoche, vierzehn Tage oder selbst einen Monat in den Händeneines ehrbaren Gastes, wie Meister Grahame, zu lassen, natür-lich gegen eine entsprechende Erkenntlichkeit. Nigel machtedem Geschwätz des alten Schwachkopfes ein Ende, indem erihm zwei Goldstücke hinwars, und dagegen den Genuß derWohnung auf acht Tage verlangte, wiewohl, fügte er hinzu,sein Aufenthalt schwerlich so lange dauern werde.

Der Geizhals packte mit strahlendem Auge und zitternderHand das gebotene Gold. Wonnevoll wägte er die Stücke aufder Spitze seines abgezehrten Fingers; aber bald bewies er, daßdie Befriedigung des Golddurstes nur einen Augenblick währt,und alsbald Besorgnissen Play macht. Erstlich konnten dieStücke zu leicht sein. Hastig zog er eine kleine Wage ans demBusen, wog sie erst zusammen, dann jedes allein, und lächeltevergnügt, als sie vollwichtig erschienen, und ihm somit einenNebenvortheil versprachen. Denn wenig unbeschnittenes Goldwar im Elsaß zu sehen, und kein Stück verließ die Freistättevollwichtig. Eine zweite Befürchtung war, daß Nigel, dereinen früheren Auszug, als nach Ablauf einer Woche, in Aus-sicht gestellt hatte, in diesem Falle vielleicht die Rückgabe derzuviel bezahlten Miethe verlangen werde. Er wollte einedesfallsige Verwahrung cinlegen und verschiedene Gründe an-führen, warum kein Theil einmal bezahlter Wohnungsmietheohne große Beschwerde für den Hausherrn unter irgend einem