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„Nein! nein! tausend Mal nein!" erwiderte Jan. „HabtIhr mir nicht gestanden, daß Margarethe ihn liebt?"
„Ja," antwvrtete Ursel; „ich habe gesagt, sie bildet sichein, ihn zu lieben. Aber das, wird nicht lange währen."
„Und Hab' ich Euch nicht eben erst gesagt, daß er es war,der mir im Spielhanse den letzten Pfennig abgenvmmen undmich obendrein zum Spitzbuben gemacht hat, indem er mirmehr abgewann, als mir gehörte? — O das verfluchte Gold,welches Kartell, der Schnittwaarcnhändler, mir gab, gegendie Rechnung für Ausbesserung der Stephansuhr! Hätte ichnicht unglücklicher Weise dies Gold bei mir gehabt, so hätteich doch blvs meinen Beutel fegen können, ohne meiner Ehreeinen Schandfleck anznhängen! Und nachdem ich mir allesUebrige habe abjagcn lassen, muß ich auch noch diese letztenfünf Stücke gegen diesen Hai unter den Grundeln wagen
„Das ist Alles ganz gut," sprach Frau Ursel. „Ich weißdas Alles."Ich gebe zu, Lord Glenvarloch war der Letzte, mitdem du gespielt hast, folglich kannst du ihm dein Unglück zn-schreiben. Ich gebe ferner, wie gesagt, auch das zu, daßGrethchen ihn zu deinem Nebenbuhler gemacht hat. Alleingewiß ist es nicht Zeit, an Alles das zu denken jetzt, wo erin Gefahr schwebt, die Hand zu verlieren."
„O ja, es ist Zeit," erwiderte der junge Handwerker. —„Die Hand zu verlieren? Meinetwegen mögen sie auch seinenKopf nehmen. Sein Kopf und seine Hand haben mich un-glücklich gemacht!"
„Nun, Fürst der Plattmützen," sprach Frau Ursel, „war'es nicht besser, daß die Sache zwischen euch ausgeglichenwürde, daß du durch den schottischen Lord, der dich, wie dubehauptest, um dein Geld und um deine Geliebte gebracht hat,beides in kurzer Zeit wiedererlangtest?"
Nigels Schicksale. II.
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