Ausgange und zum Zugänge für ihre Kunden, die nicht gerngesehen sein wollten. Nach der Mittagsstunde, wo die beschei-denen und scheuen Feuchtläppchen, Benjamins beste Kunden,ihre Schoppen und ihre Fingcrhütc voll zu sich genommenhatten, hörte der Zapf auf, und der Hüterdienst an der Hin-terthür ging von einem der Barbierlehrlinge ans das Mnlat-tenmädchen, die schwärzliche Iris der Frau Suddlechop, über.Geheimnißvolle Erscheinungen drängten sich dann einander.Feine Herren mit dem Mantel vor dem Gesichte, verlarvteDamen in den mannigfaltigsten Verkleidungen schlüpften durchdie Krümmungen des Gäßchens; und selbst das leise Anklopfenan der Thüre, welches die Aufmerksamkeit der kleinen Mu-lattin in Anspruch nahm, hatte Etwas an sich, das Heimlich-keit und Furcht vor Entdeckung verrieth.
Am Abende des Tages, wo Margarethe Ramsay die langeUnterredung mit Frau Hermione gehabt hatte, gab FrauSuddlechop ihrer kleinen Thürhüterin die Weisung, die Thürfest znzuhalten, wie den Beutel eines Geizhalses, und, so liebihr ihre Qnittenhaut sei, Niemanden einznlassen, als — (die-sen Namen flüsterte sie ihr in's Ohr und nickte dabei bedeu-tungsvoll). Die kleine Dienerin gab durch ein Zwinkern znerkennen, daß sie verstehe, und ging auf ihren Posten. Nichtlange, so kam sie zurück und führte bei ihrer Herrschaft denbürgerlichen Stutzer ein, dem seine Kleider so schlecht saßen,und der sich so mannhaft benommen hatte bei der Raufereian dem Tage, wo Nigel zum ersten Male Beanjen's Speise-haus besucht hatte. „Frau," sprach sie, „schön jung Herr, inlauter Gold und Sammet;" — und nachdem sie die Thürhinter dem Besuche zugemacht hatte, murmelte sie für sich:„Schön jung Herr! — Lehrbursch bei dem, der die Ticktickmacht!"