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Barbiersfrau. Sage mir, wie kommst du dazu, dir einzubil-den, daß dein Herz unveränderlich einem Manne gehöre, dendu meines Wissens nur ein Mal gesehen hast?"
„Ich habe ihn öfter gesehen," antwortete das Mädchenmit niedergeschlagenen Angen; „aber ich habe nur ein Malmit ihm gesprochen. Dies eine Mal wurde mir vielleichtgelungen sein mir ans dem Sinne zu schlagen, obwohl derEindruck so tief war, daß ich noch jetzt das geringste Wörtchenaus seinem Munde wiederholen könnte. Aber andere Dingehaben ihn seitdem ans ewig an mein Herz geknüpft."
„Ans ewig," wiederholte die Dame, „das ist das Wort,welches uns unter solchen Umständen gar leicht auf die Lippenkommt, welcher aber fast immer das letzte sein sollte, das wiranwenden. Die Herrlichkeit dieser Welt, ihre Leidenschaften,Freuden nnd Leiden gehen vorüber, wie der geflügelte Wind.Nichts ist ewig, als was der Welt jenseits des Grabes ange-hört."
„Ihr habt mich gebührlich zurechtgewiesen, gnädige Frau,"erwiderte Margarethe mit Ruhe. „Ich hätte blos von meinemjetzigen Gemüthsznstand sprechen sollen und bemerken, daßderselbe so lange dauern werde, wie mein Leben, welches ohneZweifel kurz sein wird."
„Was ist denn an diesem schottischen Lord, das ihn sofest an dein Herz knüpft?" fragte Hermione. „Ich gebe zu,er ist ein hübscher Mann, denn ich habe ihn gesehen; auchwill ich glanben, daß er artig nnd angenehm ist. Aber washat er sonst für Vorzüge? Denn diese müssen außerordentlichsein."
„Er ist unglücklich, gnädige Frau, höchst unglücklich," ant-wortete das Mädchen. „Er ist umgeben mit Schlingen ver-schiedener Art, die künstlich gelegt sind, um seinen Ruf und