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geschabtem Sammet mit der verschossenen Stickerei nnd —leider anch — mit einigen Flecken von Rebenblnt, steht einemBriillbuben am besten an. Ich will Euch allein lassen, »in EnreKleider z» wechseln, bis ich Euch helfen kann, Euch nesteln."
Lowestvffe entfernte sich. Nigel befolgte langsam und zö-gernd seine Anweisungen. Er empfand einen Widerwillen gegendie schuftige Verkleidnng, der er sich unterziehen mußte. Wenner aber an die blutigen Folgen dachte, welche das Gesetz anseine unbesonnene Gewaltthat knüpfte, wenn er die lenksameund gleichgültige Sinnesart des Königs erwog, die Vorurtheileseines Sohnes, den übermächtigen Einfluß des Herzogs vonBuckingham, welcher sicherlich gegen ihn in die Wagschale ge-legt wurde; vor Allem, wenn er sich den betriebsamen und ein-schmeichelnden Lord Dalgarno als seinen erbitterten Feind vor-stcllte: dann sagte ihm die Vernunft, daß er sich in einer Lagebefinde, welche alle ehrlichen Mittel, selbst die äußerlich unziem-lichsten, rechtfertige, um sich ans drohender Gefahr zn ziehen.
Während er so beim Wechsel der Kleidung überlegte, tratsein freundlicher Wirth wieder in das Schlafzimmer ein undrief: „Alle Wetter! edler Herr, es war gut, daß Ihr nichtgerades Weges in das Elsaß gegangen seid, denn die Stoß-vögel sind hineingefahren. Jan ist znrückgekommen mit derNachricht, daß er einen Herold mit einem Haftbefehl und ei-nem Dutzend bis an die Zähne bewaffneter Knechte gesehen,und daß der Hornstoß dem Aufgebote des Elsasses gegoltenhat. Als der alte Herzog Hildcbrod sah, daß nach Einem ge-sucht werde, von dem er Nichts wußte, erlaubte er ans Ge-fälligkeit, daß der Menschenfänger sein Gebiet durchstreife,überzeugt, daß er Nichts finden werde. Denn Herzog Hilde-brod ist ein sehr weiser Potentat. — Geh' wieder hin, Bastard,nnd bring' uns Meldung, wen» Alles wieder ruhig ist."
Nigcls Schicksale. II. L