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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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winnen werde. Urtheilt nun selber, ob ich nicht ein Hühn-chen mit Sr. Herrlichkeit zu pflücken habe. Hat je ein Menschgehört, daß in dem Speisehanse Treschack gespielt worden ist,ohne Tiddy mitznzählen? Der Teufel hole Se. Herrlichkeit!Jedermann, der mit dem Beutel i» der Hand dorthin kommt,hat ebensoviel Recht, wie er, neue Gesetze zu machen, denn:gleiche Brüder, gleiche Kappen."

Während Meister Lowestoffe so den Jargon des Spieltischesherschnatterte, fühlte Lord Glenvarloch sich beschämt und ge-demüthigt, und insbesondere wurde sein Adclstolz empört durchden Schlußsatz, daß die Würfel, wie das Grab, den Unterschiedder Stände aufhöben, auf den er in Folge seiner von Kindheitans angenommenen Vornrthcile vielleicht mit allzugroßer Vor-liebe hielt. Indessen ließ sich wider die Beweisführung des jun-gen Gelehrten Nichts einwenden, und so begnügte sich Nigel,dem Gespräche eine andere Wendung zu geben und Fragen inBetreff des gegenwärtigen Zustandes von Whitefriars zu stel-len. Auch darin war sein Wirth zu Hanse.

Ihr wißt, edler Herr," antwortete ihm der Student,daßwir eine Macht für uns innerhalb unserer Grenzen bilden,und ich bilde mir Etwas darauf ein, sagen zu können, daßich einen gewissen Rang in unserer Republik behaupte. Vori-ges Jahr war ich Schatzmeister des Freiherrn von Unfug D,und gegenwärtig bin ich selbst im Vorschlag zu dieser letzterenhohen Würde. Unter so bewandten Umständen sind wir ge-nöthigt, auf freundschaftlichem Fuße mit unfern Nachbarn imElsaß zu leben, gleichwie die christlichen Staaten sich oft ge-müßigt sehen, mit dem Großtürken oder mit den Barbareskeneinen Bund zu schließen."

'') Ein Fastnachtsspiel, welches ii» Abt Kap. l4 beschrieben ist.