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12 (1851) Nigels Schicksale
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konnten, als der Strafe zu entgehen, indem er sich in denWohnsitz des Lasters und der Liederlichkeit einfchloß.

Indem er so schwankte, näherte sich ihm ein Student ansdem Tempel, den er mehrmals im Spielhanse gesehen undgesprochen hatte, ein lustiger mit Geld ziemlich wohl versehe-ner Gast, der in den Schauspielhäusern und an anderen öffent-lichen Orten seine Zeit znbrachte, während sein Vater meinte,das; er sie auf das Studium der Rechtswissenschaft verwende.Reginald Lowestoffe (so hieß dieser Templer) war der Meinung,es gehöre wenig Rechtsgelahrtheit dazu, um die Einkünfte vonden Aeckern zu verzehren, welche ihm nach dem Tode seinesVaters znfallen mußten, und gab sich darum keine Mühe,mehr von jener Wissenschaft zu lernen, als sich mit der ge-lehrten Lnft des Ortes, wo er wohnte, einathmen ließ. Da-gegen war er einer der witzigen Köpfe dieses Ortes; er lasOvid und Martial, legte sich aus treffende Antworten und aufWortspiele, die zuweilen sehr weit hergeholt waren, tanzte,focht, spielte Ball und brachte einige Töne ans der Geige undauf dem Waldhorn hervor zum großen Verdruß des altenRathes Barratter, der in den Kammern unmittelbar unter ihmwohnte. Er mar schlau, aufgeweckt und mit allen Winkelnder Stadt , bekannt, was er nicht gerade auf dem anständigstenWege geworden war. Dieser flotte Bursche begrüßte Nigelnund fragte ihn, ob Sc. Herrlichkeit bei dem Chevalier zu spei-sen gedenke, denn cs sei fast Mittag, und die Schnepfe werdeans der Tafel stehen, bevor sie das Speisehans erreichten.

Ich gehe heute nicht hin," antwortete Nigel.

Wo hinaus denn, edler Herr?" fragte weiter der Temp-ler, welcher vielleicht nicht übel Lust hatte, mit einem Stan-desherrn, wenn auch nur mit einem schottischen, durch dieStraßen zn stvlziren.