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uns gehen, edler Herr, und wenn Ihr eine weitere Erklärungverlangt, so sucht eine andere Zeit und einen passenderen Platz."
„Keine Zeit kan» besser sein, als die gegenwärtige," erwi-derte Lord Glenvarloch, dessen Zorn nun aufs Höchste gereiztwar durch die kalte höhnische Weise, in welcher Dalgarno sichrechtfertigte. „Kein Platz kann besser sein, als der, wo wirjetzt stehen. Die Männer meines Hanfes haben stets Schmachin dem Angenblicke und auf der Stelle gerächt, wo sie ange-than war, und wäre sie am Fuße des Thrones gewesen. —Lord Dalgarno, Ihr seid ein Schurke! Zieht und vertheidigtEuch!" Mit diesen Worten entblößte er sein Rappier.
„Seid Ihr toll?" ries Dalgarno zuriickweichcnd. „Wirsind im Umkreise des Hofes."
„Desto besser," erwiderte Glenvarloch, „ich will ihn voneinem Verleumder und einem Feigling reinigen." Er drangans Dalgarno ein und schlug ihn mit der flachen Klinge.
Der Streit hatte Aussehen erregt, und es erscholl der Ruf:„Haltet Frieden ! Haltet Frieden! Blanke Schwerter im Park!He! Wache herbei! Aufseher! Forstlaufer!" Von allen Seitenkam das Volk zur Stelle gelaufen.
Lord Dalgarno hatte seinen Degen halb aus der Scheidegezogen, als er den Schlag erhielt. Als er aber sah, daßdas Gedränge dichter ward, stieß er ihn in die Scheide zurück,nahm den Ritter Ewes beim Arm und eilte weg, seinem Geg-ner znrufend: „Ihr sollt mir diese Beleidigung theuer bezah-len. Wir werden uns ein ander Mal treffen!"
Ein ehrbar aussehender ältlicher Mann, der bemerkte, daßNigel unbeweglich stehen blieb, hatte Mitleid mit seiner Ju-gend und sagte zu ihm: „Wißt Ihr wohl, junger Herr, daßdies eine Sternkammer-Geschichte ist und Euch Eure rechteHand kosten kann? Sucht das Weite, ehe die Aufseher oder