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keinen Angenblick anfgehalten habe. Der Inhalt war ans dem-selben Tone, welchen Richard bereits angestimmt hatte. DasSchreiben kantete:
„Zn den sehr ehrcnwerthen Händen von Lord Glenvarloch.
Von einem unbekannten Frennde.
Edler Herr!
Ihr traut einem ehrlosen Freunde und schadet einem ehr-lichen Namen. Ein unbekannter, aber wahrer Freund Ew.Herrlichkeit will Euch mit einem Worte sagen, was Ihrvon Schmeichlern nicht erfahren würdet in so viel Tagen,als genug sind zu Eurem völligen Verderben. Der, denIhr für Euren treuesten Freund haltet, Lord Dalgarno,ist entschieden falsch gegen E,uch und sucht unter demScheine der Freundschaft Euer Glück zu untergraben undEuch um Euren guten Namen zu bringen, der Euch zurVerbesserung Enrer Lage dienen könnte. Das freundlicheGesicht, welches er Euch macht, ist gefährlicher, als desPrinzen finsterer Blick, gerade so, wie bei Beaujen zugewinnen weniger Ehre bringt, als zu verlieren. HütetEuch vor Beiden. Dies ist Alles, was Euch sagt Euertreuer, aber ungenannter Freund Ignoto."
Lord Glenvarloch sann einen Augenblick nach, knittertedas Papier zusammen, öffnete es wieder, las es znm zweitenMale und sann noch einen Augenblick mit gerunzelter Stirnenach. Dann zerriß er es und rief: „Fort mit der elendenVerleumdung! — Aber ich will aufmerksam sein — ich willbeobachten."
Die Gedanken jagten sich in seinem Kopfe, allein sie führtenso wenig zu einem befriedigenden Ergebnis', daß er beschloß, siedurch einen Spaziergang in dem Park zu zerstreuen. Er nahmHut und Mantel und machte sich auf den Weg nach S. James.