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„Es ist nickst Alles Gold, was glänzt," erwiderte Richard.„Stickereien nnd Goldknöpfe fegen den Beutel. Und wenn Ihrfragt, wer er ist, kann ich es vielleicht sagen nnd mag nicht."
„Wenn ich einem solchen Menschen ein Leid zngefügt habe,so last mich wenigstens wissen, wie ich es wieder gut machenkann," sagte Herr Nigel.
„Beunruhigt Euch deshalb nicht, gnädiger Herr," ent-gegncte Richard, „es soll für ihn gesorgt werden. Denkt, erwäre auf der Post dem Teufel in die Hände geeilt, nnd Ihrhättet ihm einen Schub gegeben, um ihm wieder auf den rech-ten Weg zu helfen. Ick, will ihn weiter aufhalten, wenn ver-nünftiges Zureden es vermag. Also braucht Ew. Herrlichkeitnicht weiter nach ihm zu fragen, denn es kann Euch Nichtshelfen, Auskunft zu erhalten, wohl aber kann das Gegenthcildie Folge sein."
„Höre, Bursche," sprach der Freiherr, „ich habe aus Grün-den bisher Geduld mit dir gehabt. Aber mißbrauche meineGutherzigkeit nicht länger. Mußt du durchaus gehen, so gehein Gottes Namen; hier ist Geld, um deine Reisekosten zubestreiten." Mit diesen Worten legte er ihm einiges Gold indie Hand, welches Richard mit großer Sorgfalt zählte.
„Ist es recht? Sind sie vollwichtig? oder was zum Teufelhält dich zurück, da du vor fünf Minuten noch so große Eilehattest?" Der junge Lord war jetzt auf's Höchste gereiztdurch die anmaßende Strenge, mit der ihm Richard denText las.
„Die Zahl der Stücke ist richtig," antwortete der Dienermit unverwüstlichem Gleicknnuthe. „Was das Gewicht betrifft,so sind die Leute hier zwar gewaltig genau und machen schiefeMäuler, wenn ein Stück ein klein Bischen zu leicht ist odereinen Kritz hat; aber in Edinburgh schnappen sie danach, wie