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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Besorgt/ ihm jede Verlegenheit zu ersparen, nahm es Heriotauf sich, den Schildwachen, Kammerdienern, Thürmarten undähnlichen Dienern das Paßwort zu geben, so daß sic ohneAufenthalt durch verschiedene Vorgcmächer schritten. In die-sen Gemächern standen Garden, Hofbediente und deren Be-kannte beiderlei Geschlechts mit weitgcöffneten Augen und be-scheiden an die Wand zurückgezogen, so daß man sah, sie wa-ren bei den bevorstehenden Auftritten Znschauer, nicht handelndePersonen. Durch diese äußeren Gemächer kam Lord Glenvar-loch mit seinem bürgerlichen Freunde in ein großes, reichge-schmücktes Gesellschaftszimmer, welches in das Andicnzzimmerführte. In diesem Gesellschaftszimmer fanden nur DiejenigenZutritt, welche vermöge ihrer Geburt, ihrer Stellen im Staateoder am Hofe, oder durch eine besondere Vergünstigung desKönigs die Berechtigung besaßen, dem König ihre Aufwartungzu machen.

Unter dieser auserwähltcn Schaar bemerkte Nigel HerrnMungo Malagrowthcr. Gemieden von Denen, welche wußten,wie er am Hofe stand, und sich glücklich schätzend, sich an einenMann von Glcnvarlochs Rang anklammern zn können, welchernoch nicht Gewandtheit genug besaß, den Zudringlichen abzu-weisen, verzog der Ritter sein Gesicht zu einem grimmigenLächeln, nickte dem Goldschmied mit der Miene eines Be-schützers zn, dies Nicken mit einer entsprechenden Bewegungder Hand begleitend, und wandte sich dann, ohne weitere Rück-sicht auf den Bürger, dem er so manche Mahlzeit verdankte,ausschließlich an den jungen Standeshcrrn, obwohl er wußte,daß dieser zuweilen ebensowohl, wie er selber, eine solche Mahl-zeit brauchen konnte. So wenig anziehend nun auch die Ge-sellschaft dieses Sonderlings an und für sich war, kam sie dochdem jungen Lord in diesem Augenblicke erwünscht, weil Heriot