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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Audienz jedem feinen Herrn den Wind abgewinncn eine Re-densart, die sie von den Kunden ihres Mannes gelernt hatte.

Zur bestimmten Stunde erschien die Barke Georg Hcriots,schön bemannt und ausgerüstet, versehen mit einem Sonnen-zelt, ans welchem sein Namenszng und das Wappen seinerZunft prangte. Der junge Freiherr empfing den Freund, derihm so viele uneigennützige Liebe erwiesen hatte, mit herzlicherHöflichkeit. Meister Herivt theilte ihm jetzt mit, was derKönig ihm vorläufig bewilligt hatte, zahlte ihm sogleich denBetrag ans und weigerte sich, die sofortige Rückzahlung dervon ihm vorgeschossenen Summe anznnchmen. Nigel fühltesich von Neuem zum Dank verpflichtet und sprach denselbenmit Warme gegen Heriot ans.

Indessen als der hochgebvrne junge Herr den Weg zur Au-dienz seines Königs antrat unter dem Schutze eines Mannes,von dem man höchstens sagen konnte, er sei eins der vornehm-sten Mitglieder der Goldschmiedsznnft, fühlte er sich einiger-maßen betroffen, wenn nicht beschämt über seine Lage. RichardMoniplies, als er über das Laufbrett schritt, um seinen Platzvorn im Kahne einznnehmen, konnte nicht umhin zu murmeln :Ein Unterschied zwischen Meister Heriot und seinem ehrlichenVater »nter den Krämen; aber freilich, ans Gold und Silberklempern ist etwas Anderes, als auf Zinn kläppern."

Von vier handfesten Bootsleuten gerudert, glitten sie dahinauf der Themse, welche damals die hauptsächlichste Verbindungs-straße zwischen London und Westminster bildete. Denn durch dasGedränge der engen Gassen zu reiten, war zu nnbegnem, undKutschen waren eine Auszeichnung des höchsten Adels, die sichzuznlegen auch der reichste Bürger sich nicht beigehcn ließ.Meister Heriot machte seinen jungen Freund ans die Schön-heiten des nördlichen Ufers aufmerksam, auf welchem sich viel-