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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Bittsteller sein ist gar ein kläglich Ding,

Wohl schwerlich ist ein Mensch, dem's übler ging',

Als, wen sein Unstern an den Hof geführt,

Um zu erbetteln, was ihm doch gebührtWer'S nicht versucht hat, kennet nicht die Pein,

Zn stetem Harre» dort verdammt zu sein,

Jndest im MchtSthun Tag für Tag verstreicht,

Und Unmuth in der Nacht den Schlaf verscheucht.

Heut vorwärts kommend, abgewiese» morgen.

Bald Hoffnung nährend, bald verzehrt von Sorge»,Erlangt der Arme wohl des Fürsten Huld,

Doch die bleibt nutzlos durch des Dieners Schuld.

Er mag ein Jawort immerhin erhalten,

Mit der Erfüllung bleibt cs doch beim Alten.

Er rennt und kriecht lind schmeichelt wie ein Hund,

Er schenkt und darbt und richtet sich zu Grund.

Mutter Hnbbcrd'S Geschichte.

Mau darf wohl aunchmcn, das; am Morgen des Tages, anwelchem Georg Heriot den jungen Lord von Glenvarloch anden Hof zu Whitehall begleiten wollte, der junge Mann, des-sen Schicksal von diesem Schritte abhiug, einige Unruhe em-pfand. Er stand früh auf, und kleidete sich mit ungewöhn-licher Sorgfalt an. Die Freundschaft seines plebejischen Lands-mannes hatte ihn in Stand gesetzt, seine sehr hübsche Gestaltins vorthcilhaftcste Licht zu setzen. Ein Blick in den Spiegelverschaffte ihm einen Augenblick der Selbstzufriedenheit, wäh-rend seine Hauswirthin frendig erklärte, nun werde er in derNigclS Schicksale. I. 12