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Barbicrsfran. Nur so viel weiß ich, die Mächtigsten unterseinen Landsleuten und die Mächtigsten hier an, Hvfe sind gegenihn. Aber ich will schon noch mehr heransbringenz denn dasmüßte ein gar zu schlechter Drnck sein, den ich für Euch nichtlesen würde, mein Schah. Wißt Ihr, wo er wohnt?"
„Zufällig" — antwortete Margarethe, als ob sie sichschämte, sich Etwas der Art so genau gemerkt zn haben —„zufällig Hab' ich erfahren, daß er — ich glaube, bei einemgewissen Christie wohnt — wenn ich nicht irre — an derPanlslände — bei einem Schiffskrämer."
„Eine paffende Wohnung für einen junge» Freiherrn!" —Nun, Mnth gefaßt, Jungfer Margarethe. Wenn er, gleichManchem seiner Landsleute, als Raupe cmporgekomme» ist,wirft er vielleicht ein Mal die Haut ab, und wird ein schönerSchmetterling. Nun noch einen Abschiedstrunk auf eine guteNacht und liebliche Träume. Binnen viernndzwanzig Stundensollt Ihr Zeitung von mir haben, Ihr Perle der Perlen*)."
So sprechend küßte sie ihre widerstrebende Freundin oderGönnerin anf die Wange, und entfernte sich mit dem leichten,verstohlenen Schritt einer Person, welche gewohnt ist, raschund heimlich zn handeln.
Margarethe Ramsay sah ihr eine Zcitlang mit ängstlichemSchweigen nach. „Ich habe Unrecht gehabt," sprach sic end-lich, „mir dies von ihr anspreffen zn lassen. Aber sie ist ver-schlagen, keck und dienstfertig und — ich hoffe, auch treu.Wenigstens wird sie ihrem eignen Vvrtheile Nichts vergeben,und dieser steht in meiner Hand. Dennoch wollt' ich, ichhätte geschwiegen. Ich habe ein hoffnungsloses Werk begon-nen. Was hat er zu mir gesprochen, das mich befngte, michmit seinen Schicksalen zn bemengen? Nichts als Worte ganz
*) Margarethe heißt eigentlich Maixailt» nnd bedeutet Perle.