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die Hand gestützt und ihrer Vertrauten den Rücken oder wenig-stens eine Schulter Mehrend.
„Ich sehe," nahm Frau Ursula das Wort, „ich muß ernst-lich meine Kunst in Anwendung bringen. Ihr müßt mir EuerHändchen geben, und dann will ich Euch sagen, so gut wiedie beste Zigeunerin, ans welchem Fuße Ihr hinkt."
„Als ob ich überhaupt hinkte!" sprach Margarethe, ihreHand der Barbicrsfrau darreichend, ohne jedoch im klebrigenihre Stellung zu verändern.
„Da seh' ich herrliche Linien, die nicht übel zn lesen sind,"rief Frau Ursula. „Vergnügen und Reichthnm, lustige Nächteund späte Morgen für meine Schöne, und ein Fuhrwerk, vondem Whitehall zittert. Nicht wahr, ich Hab' cs getroffen?und jetzt lacht Ihr? Warum sollte er nicht Herr Bürgermei-ster werden und in vergoldeter Kutsche nach Hofe fahren, sogut wie Andere?"
„Bürgermeister? Pah!" erwiderte Margarethe.
„Warum Pah gegen den Herrn Bürgermeister, Herzchen?Oder meint Ihr vielleicht Pah gegen meine Prvphezcihung?Aber in jedes Menschen Leben ist ein Kreuz, und so auch indem Eurigen, Gvldkind. Wahrhaftig, da sehe ich die Platt-mütze eines Lehrbnrschen und darunter ein schwarzes strahlen-des Auge, welches im ganzen Stadtviertel Außer-Farringdonseines Gleichen nicht hat."
„Wen meint Ihr?" fragte Margarethe kalt.
„Wen sollt' ich anders meinen, als den Fürsten der Lehr-bnrschen und den König der guten Gesellschaft, Jan Vincent?"
„Puh! Jan Vincent! einen Knoten! einen Philister!" riesdie Mamsell erzürnt.
„Ah! bläst der Wind daher, mein Schönchen?" sprach dieBarbiersfrau. „Er hat sich geändert, seit wir zuletzt miteinander