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12 (1851) Nigels Schicksale
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es ist oft blos ein leerer Magen, der jungen Leuten die Grillenvon Unwohlsein in den Kopf setzt." So sprechend gab sieJauchen den silbernen Molkcnnapf in die Hand, warf ihrenMantel um mit der Raschheit eines Menschen, der die Neigungder Pflicht anfopfert, und barg unter den Falten desselben dieBratpfanne. Wilsa, das Mulattenmädchen, erhielt von ihr Be-fehl, ihnen über die Straße zu leuchten, und so ging es fort.

Wohin so spat?" fragte, als sie durch die untere Stubegingen, der Barbier, der mit seinen ausgehungerten Lehrlingenbei einem Gericht Stockfisch und Pastinaken saß.

Gevatter," sagte die Hausfrau mit verachtender Kälte,wenn ich dir meine Botschaft sagte, könntest dn sie doch nichtausrichten, also will ich sie für mich behalten." Benjaminwar zu sehr an das unabhängige Verfahren seiner Ehehälftegewöhnt, um weiter zu fragen. Auch wartete die Hausfraunicht auf eine weitere Frage, sondern ging stracks zur Thürhinaus, nachdem sie dem ältesten Lehrburschen befohlen hatte,aufzubleiben und das Haus zu bewachen, bis sie zurückkomme.

Die Nacht war dunkel und regnicht, und obwohl die Ent-fernung zwischen beiden Häusern gering war, so fand dochFrau Ursula Zeit, während sie mit aufgehobenem Rocke ein-herschritt, sich den Weg zu verbittern durch mißmuthige Be-merkungen.Ich möchte wissen," sprach sie für sich,warumich vernrtheilt bin, aufs Geheiß jeder alten Hexe und nachder Laune jedes Gelbschnabels zu springen. Von Temple-Barbis zur weißen Kapelle bin ich gesprengt worden,, weil einNadlerweib sich in den Finger gestochen hatte. Der Mann, derdie Waffe gemacht hat, hätte auch die Wunde salben können.Und dieser fantastische Affe, Jungfer Margarethe, eineSchönheit, wie ich sie aus jeder Nürnberger Puppe machenkönnte, und so launig und eingebildet, als wäre sie eine Her-