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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
162
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Waschmädchcn von Nachbar Ranisay, welches augenblicklichmit dir sprechen muß."

Frau Ursula warf einen Blick in die Bratpfanne, seufzteund erwiderte ihrem Ehehcrrn: »Sage dem Schottenjanchen,sie soll heraufkommcn. Es soll mir sehr angenehm sein zuhören, was sie zu sagen hat." Und leise fügte sie hinzu:Ichhoffe, sie soll zum Teufel fahren in der Flamme eines Theer-faffes, wie manche andere schottische Hexe vor ihr."

Das schottische Waschmiidchcn trat ein, verbeugte sich sehrehrerbietig vor Frau Suddlechop, von deren letztem freundli-chen Wunsche sie Nichts gehört hatte, und meldete, das; ihrejunge Gebieterin unwohl nach Hause gekommen sei und dieFrau Nachbarin augenblicklich zu sprechen wünsche.

Wär's nicht morgen auch noch Zeit genug, liebes Jau-chen?" fragte Frau Ursel.Ich bin heute schon in Whitchallgewesen und kann kaum mehr fort."

So?" erwiderte Jauchen mit großer Ruhe.Nun, dannmuß ich mich selber in Trab setzen und an's Wasser gehen zuralten Mutter Rothkapp an der Hungerforder Treppe, die eben-sowohl wie Ihr, Schätzchen, das Geschäft treibt, junge» Mäd-chen zu rathen. Eine von euch Beide» will das Kind sehen,ehe es schlafen geht; das ist Alles, was ich sagen kann."

So sprechend drehte sich die Botin um und wollte denRückweg antreten, als Frau Ursel rief:Nein! nein! wenndas liebe Kind Rath und Hülfe braucht, sollt Ihr nicht zurMutter Rothkapp gehen. Die ist gut für Schiffersweiber, Krä-merstöchter und dergleichen, aber Niemand als ich soll Jung-frau Margarethen bedienen, die Tochter des Uhrmachers Sr.Majestät. Laß mich nur meine Ueberschuhe und mein Kinntuchnehmen, und den Augenblick will ich drüben bei Meister Ramsaysein. Aber sagt selber, gute Jane, seid Ihr nicht ein wenig