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12 (1851) Nigels Schicksale
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wie eine andere Frau den Geschäften ihrer Haushaltung gewid-met hätte. Allein ihre verschwenderischen Gelüste ließen sich andem kärglichen Tische Benjamins nicht befriedigen, und ihr unru-higer Geist fand seine Unterhaltung abgeschmackt und lang-weilig.

Am Abende des Tages, wo Lord Nigel Olifaunt bei demreichen Goldschmied gespeiset hatte, saß Frau Ursula Suddle-chop, ermüdet von einem Gange nach Westminster, in einemgroßen Sessel neben ihrem Kamin, in welchem ein kleinesHelles Feuer brannte. Zwischen Schlafen und Wachen beob-achtete sie das Sieden eines Topfes wohlgewürzten Doppel-bieres, auf dessen brauner Oberfläche ein kleiner gebratenerHolzapfel tanzte. Mit größerer Aufmerksamkeit überwachte einkleines Mulattenmädchen das Braten einer Kalbsmilch in ei-ner silbernen Pfanne. Mit diesem Gerichte gedachte Frau Ur-sula den wohlvollbrachten Tag zu beschließen, dessen Arbeitsie als gethan und dessen übrige Zeit sie als zu ihrer Verfü-gung stehend betrachtete. In Letzterem jedoch irrte sie sich;denn als eben das Bier zum Trinken geeignet war, und alsdie kleine Mulattin bemerkte, das Bröschen sei gar, ließ sichdie dünne Stimme Benjamins von unten herauf vernehmen:

Ursel! Urselchen! Ei, Ursel! Weibchen! Komm dochherunter. Du bist hier nöthiger, als ein Streichriemen für einstumpfes Schermesser."

Ich wollte, es zöge dir Jemand ein Schermesser durchdie Kehle, du schreiender Esel!" sprach die Dame im erstenAugenblicke des Zorns für sich, und fuhr dann mit lauterStimme fort:Was gibt's? Ich will mich eben in's Bettlegen; ich bin den ganzen Tag auf den Beinen gewesen."

Ei, liebes Kind," entgcgnete der geduldige Ehemann,ich bin es nicht, der nach dir verlangt; es ist das schottischeMgelS Schicksale. I. 11