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eignes einträgliches Geschäft, welches sv manche krumme Wegehatte, das; cs oft sich selber zu widerstreiten schien.
Die wichtigsten Verrichtungen dieses Geschäftes waren sehrgeheimer und Vertrauen erheischender Art, und Frau Ursulahatte nie einen ihr anvertranten Handel verrathen, wenn sienicht schlecht dafür bezahlt worden war, oder wenn sich nichtJemand gefunden hatte, der ihr ein doppeltes Geschenk zukom-men ließ, damit sie das Geheimnis; von sich gebe. Diese Fällekamen so selten vor, das; sie einen eben so fleckenlosen Ruf derTreue, wie der Tugend und des Wohlwollens behauptete.
In der That war sie ein wunderbares Weib, und im Stande,den Leidenschaftlichen und Schwachen großen Vorschub zu lei-sten beim Entstehen, Fortgang und bei den Folgen ihrer Leiden-schaft. Sie konnte Zusammenkünfte veranstalten für Liebende,welche gute Gründe anznführcn vermochten, warum sie sichnicht öffentlich sehen wollten. Sie konnte schwachen Schönendie Bürde einer strafbaren Leidenschaft abnehmen, und vielleichtden hoffnungsvollen Sprößling verbotener Liebe znm Erbeneines Paares machen, dessen Liebe erlaubt, aber unfruchtbarwar. Sie konnte noch mehr, sie war noch bei kitzlicheren An-gelegenheiten bcthciligt gewesen. Bon ihrer Lchrmeisterin, FrauTurner, hatte sic das Geheimnis; der Bereitung der gelbenStärke und noch ein Paar wichtigere Geheimnisse gelernt,wenn auch vielleicht keins von den verbrecherischen, deren ihreLehrerin beschuldigt war. Das Finstere und Verborgene ihresInnern war verdeckt durch eine äußerliche gute Laune, durchLach- und Scherzlust, womit sie ihre älteren Nachbarn undNachbarinnen für sich zu gewinnen wußte, und durch allerleikleine Künste, welche sie bei der Jugend, besonders von ihremGeschlechte, empfahlen.
Frau Ursula war dem Ansehen nach kaum über vierzig Jahre