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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
146
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welcher nicht darauf gefaßt war, das Verzeichniß seiner kleinenSchulden anznhörcn, und noch weniger, sie auf der Stelle zubezahlen, wünschte dem Buchhalter cavaliörement gute Nachtund verließ ohne Umstände das Hans. Der Schreiber sah ihmmit höhnischem Lächeln nach und ging dann wieder an seine,durch des. Ritters Zudringlichkeit unterbrochene Arbeit.

Anmerkung zum sechsten Kapitel.

Vielleicht werden manche Landsleute des Verfassers finden,daß mehre Charakterzüge des bissigen schottischen Ritters voneinem achtbare» Baronet entlehnt sind, der vor etwa fünfund-zwanzig Jahren in den Gesellschaften Edinburghs zu findenwar. Das Vermögen dieses Baronets entsprach nicht demRange und Alter seiner Familie, und um sich für diese Ungunstdes Glücks zu rächen, ließ er die bevorzugten Kinder desselbendie Schärfe seiner Satyre fühlen. Er benutzte dabei seineTaubheit, und ließ seine bittersten Aenßernngen als Folge vonMißverständnis' des vor ihm Gesprochenen erscheinen. Bei ei-ner Versammlung erschien er in einem Treffenrocke, der seitmehr als fünfzig Jahren nicht mehr Mode war. Die jungenLeute machten sich darüber lustig. Er wandte sich an Einenderselben und sprach:Sie meinen, mein Rock sei altmodisch?Neu kann er nicht sein; aber er ist von einem guten Schneidergemacht, von Ihrem Großvater, der zu Anfänge des vorigenJahrhunderts Altmeister in Edinburgh war." Bei einerandern Gelegenheit hörte er, daß der Häuptling eines der Gren-zcrstämme, welche früher den Ruf hatten, den Unterschied zwi-schen Mein und Dein nicht genau zu beobachten, einen Na-mensverwandten so anredete, als setze er eine Blutsverwandt-schaft voraus. Der Baronetnahm Veranlassung, die Verbindungder beiden Personen so zu erklären, daß des Häuptlings Vorfahren