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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
145
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empfing den Segen ihres Pathen, welcher ihr, wie er oft zuthun pflegte, einen hübschen Ring an den Finger steckte. Somit Ehren entlassen nnd von ihrer Schntzwache geleitet, tratsie den Rückweg nach der Fleetstraße an.

Herr Mungo hatte dem Hanswirthe Lebewohl gesagt, alsdieser aus dem Comptoir znrückkam. Allein seine Theilnahmean den Angelegenheiten seines Freundes war so groß, daß ernicht umhin konnte, während Meister Georg wieder oben war,in das Allerhciligste einzutrcten, um zn sehen, was MeisterRoberts schaffe. Er fand ihn beschäftigt mit Auszügen ausgroßen in Leder gebundenen, mit Messingschlöffern versehenenFolianten, welche der Stolz und die Zuversicht der Handels-leute sind nnd der Schrecken der Gläubiger, wenn ihr Jahrder Gnade abgelaufen ist. Der gute Ritter lehnte sich mitden Ellbogen auf den Pult und begann im Tone des Be-dauerns:Nicht wahr, Meister Roberts, Ihr habt einen gu-ten Kunden verloren und zieht eben seine Rechnungen aus?"

Zufällig war Roberts ebensowohl wie Herr Mungo einwenig taub nnd wußte wie dieser aus seinem Gebrechen Nutzenzn ziehen, indem er oft that, als habe er Etwas falsch ver-standen. Er antwortete dem Ritter:Ich bitte um Verzei-hung, Herr Mungo, daß ich Euch Eure Rechnung nicht frühergeschickt habe, aber mein Meister hatte mir gesagt, ich sollteEuch nicht incommodiren. Ich will sogleich die Posten zusam-menstellen." So sprechend, begann er in seinem verhängniß-vollen Buche zn blättern, und murmelte:Ausbesserung einessilbernen Siegels Neues Schloß an die Amtskette Ver-goldete Hutspange in Gestalt eines Andreaskreuzes mit Distel» Ein Paar vergoldete kupferne Sporen das schlägt nichtin unser Geschäft, das ist für Daniel Treiber."

Er blätterte weiter, um fortzufahren. Allein Herr Mungo,Nigels Schicksale. I. 10