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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
108
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brauche ich, du alter schottischer Kesselflicker! Mein Mann istso gescheidt wie du und beinahe eben so alt. Wenn ich ihmrecht bin, so ist es gut, und wenn er schon nicht so reich ist,wie gewisse Leute, so hoffe ich doch noch, ihn auf seinemMaulthier mit der langen Schabracke und mit zwei Blauröckenhinter sich reiten zu sehen, so gut wie jene Leute."

Fünftes Kapitel.

An den Hof da müßt Ihr gehn.

Was ist dort nicht all zu sehn!

Seidene Gewänder, rauschend,

Thoren, schwatzend, Weise, lauschend,Wichte, »eben Tapfer» prahlend,

Edle, neben Bettler» strahlend,Günstling', die mit leisen Reden,

Ohne Schwert den Gegner tödten.

An den Hof hin sollt Ihr gehn,

Biel, bei Gott, ist dort zu sehn.

Skelton Skeltonirt.

Nicht ganz ohne die Absicht zu prunken, ritt der gutherzigeBurger in der Weise einher, welche, wie der Leser weiß, FrauChristie ein wenig ärgerlich machte, wiewohl ihr Aerger nichtlänger dauerte, als ihr Selbstgespräch. Außer dem natürlichenBestreben, äußerlich als ein Mitglied des höheren Bürgerstandeszu erscheinen, mußte ihn zur Entfaltung eines gewissen Glanzesauch der Umstand bestimmen, daß er im Begriffe war, nachWhite-hall zn gehen, um dem Könige eine kostbare Arbcitzu zeigen, welchedieser vielleicht zu betrachten oder gar zu kaufen Lust habenkonnte. Er selbst saß, um leichter durch das Gedränge der