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er; „ich versiehe Nichts davon, als das große Wappen obendran. Der Löwe hat jetzt einen Griff an unserem alten schot-tischen Schilde; aber es war eben so gnt gehalten, als esnoch auf jeder Seite ein Einhorn hatte."
Lord Nigel las die Proclamation, und erröthete dabei vorScham und Unwillen, denn der Inhalt war für sein gereiztesGemüth wie brennender Weingeist ans einer frischen Wunde.
„Was Teufel ist in dem Papiere, edler Herr?" fragte Ri-chard, unfähig, seine Neugier zu zügeln, als er sah, daß seinHerr die Farbe wechselte. „Ich würde nicht fragen, wenn csnicht eine Proclamation wäre, die für Jedermann ist."
„Sie ist allerdings für Jedermann bestimmt," erwiderteLord Nigel; „sie verkündet die Schmach unseres Vaterlandesund die Undankbarkeit unseres Fürsten."
„Gott steh' uns bei!" rief Richard. „Und das auch nochin London zu verkünden."
„Horch, Richard," sprach Nigel Olifaunt, „in diesem Pa-piere erklären dieHerren des königlichenRathes, „daßin Betrachtdes Znströmens müßiger Leute geringen Standes ans Sr. MajestätKönigreich Schottland zu diesem englischen Hoflager, welche das-selbe mit ihren Gesuchen und Bitten erfüllen und die Nähe desKönigs vernnehren durch ihre gemeinen, armen und bettelhaftenPersonen, zur Schande ihres eignen Landes, in den Augen derEngländer, Letztere die Schiffer, Rheder und Andere in jedemHafen von Schottland verhindern sollen, derlei elende Geschöpfean das Hoflager zu führen bei Geld- und Gefängnißstrafe.""
„Ich wundere mich, daß der Schiffer uns an Bord genom-men hat," sprach Richard-
„Aber dn brauchst dir nicht den Kopf darüber zu zerbrechen,wie du zurückkommen sollst," erwiderte Lord Nigel, „denn hierist eine Clausel, welche besagt, daß solche unnütze Bittsteller