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Die Lehrburschen nahmen ihren Platz in dem Laden wiederein und lösten den Anslanfer Samuel ab. Jan sagte zu Tun-stall: „Hast du gesehen, Franz, wie der alte Goldschmied gleichmit seinem lumpigen Landsmann ein Herz und eine Seele war?Wo wurde ein so reicher Kauz einem armen Engländer so höf-lich die Hand reichen? Das muß man den Schotten lassen,sie gehen bis über die Ohren ins Wasser, um einem Lands-mann zu dienen, während sic noch keinen Finger naß machen,um einen Südländer, wie sie uns nennen, vom Ertrinken zuretten. — Doch in d e m Stück ist Meister Georg nur einhalber Schotte, denn ich weiß, er hat auch schon manchemEngländer geholfen."
„Höre, Jan," bemerkte Tnnstall, „ich glaube, dn bist selbstnur ein halber Engländer. Wie kamst du dazu, dich auf desSchotten Seite zu schlagen?"
„Warum thatest dn es?" entgegnete Jan.
„Weil du cs zuerst thatest. Und dann ist cs in Cumber-land nicht Gebrauch, daß Fünfzig über Einen herfallen.
„Bei der Christkirche auch nicht," versetzte Jan. „EhrlichesSpiel und Altengland soll leben! — Und dann, die Wahrheitzu gestehen, seine Stimme hatte so Etwas an sich, was michan ein Zünglein erinnert, das süßer klingt, als mir selbst dasletzte Geläute auf dem Dnnstansthurm klingen wird an demTage, wo ich von meiner Lehrzeit freigesprochcn werde. Räthstdu, wen ich meine, Franz?"
„Nein," antwortete Tunstall. „Vielleicht das schottischeHainichen, die Wäscherin."
„Hannchen mag meinethalben in ihrem Waschkessel ersau-fen. — Nein, nein! — Du lieber Kauz, weißt du nicht, daßich das hübsche Gretelchen meine?"
„Hm!" erwiderte Tnnstall trocken.