Allen wohl zu leben, und meinen besonderen Dank diesen zweijunge» Herren-"
„Ich bin kein Edelmannfiel Jan ein, seine Mutze auf-setzend. „Ich bin ein echter Londoner Lehrbnrsche nnd hoffedereinst ein Frcisas; zu werden. Franz mag sich Edelmannschreiben, wenn er Lust hat."
„Ich bin ein Edelmann gewesen," bemerkte Tnnstall, „undjch hoffe, ich habe Nichts getha», um dieses Namens verlustigzn gehen."
„Gut, gut, wie Ihr wollt," sprach Richard Mvniplies; „aberich bi» Euch Beiden sehr verbunden, und ich werde es darum nichtweniger im Sinne behalten, weil ich jetzt wenig Worte darummache. — Gute Nacht, lieber Landsmann," schloß er, seinen lan-gen Arm mit der knochigen Hand ausstreckend, an welcher dieMuskeln wie Knollen hervortraten. Meister Georg schütteltedieselbe, während Jan und Franz schlaue Blicke wechselten.
Richard wollte sodann dem Herrn des Ladens seinen Danksagen, allein da er ihn, wie er später berichtete, „in sein kleinBüchlein kritzeln sah, als wär' er von Sinnen", so beschränkteer seine Höflichkeit darauf, ihm „einen Hut zu geben", d. h.grüßend an seine Mütze zu greifen, nnd verließ den Laden.
„Da geht der schottische Jockel mit Allem, was er Gutes undSchlimmes an sich hat," bemerkte Meister Georg gegen MeisterDavid, welcher ungern in seinen Rechnungen inne hielt und, dieFeder nur einen Zoll weit von der Schreibtafel entfernend, seinenFreund mit großen gläsernen Augen anblickte, die nichts wenigerals Aufmerksamkeit auf das Gesagte verriethen. — „Der Burscheda," fuhr Meister Georg fort, ohne die Zerstreutheit seines Freun-des zu bemerken, „der Bursche ist ein lebendiges Bild davon, wieunser schottischer Bettelstolz uns zu Lügnern und Aufschneidernmacht. Aber derselbe Fant, bei dem jedes dritte Wort, was er