krallt. Wo meines Vaters Stall war, steht jetzt so viel Gras,daß sein Schlachtvieh sich daran hcrausfreffcn könnte."
„Es ist leider nnr zn wahr," bemerkte Meister Georg.„Wahrend wir hier nnser Glück machen, verhungern daheimunsere Nachbarn mit ihren Angehörigen. Wir sollten öfterdaran denken. — Aber Richard, sagt mir aufrichtig, wie seidIhr zn dem blutigen Kopfe gekommen?"
„Ich will nicht lügen, lieber Herr," erwiderte Moniplies.„Ich ging hier durch die Straße, und Jeder fiel mit Spott undHohn über mich her. Ich dachte für mich, ihr seid mir zu vielfür Einen, aber wenn ich euch in Parfords Park erwischte, dasolltet ihr mir ein andres Lied singen. Da kommt ein alterhinkender Teufel von Töpfer mir in den Weg und hält mir einenHafen vor und sagt, da könnt'ich mein schottisches Fett hineinlegen. Natürlich gab ich ihm einen Stoß, und der humpelndeTeufel taumelte über seine Häfen und zerbrach ein Dutzendderselben. Da ging der Halloh los, und wenn mich diese zweiHerren da nicht heransgerissen hätten, so wäre ich todtgesckla-gen worden. Gerade als sie mich beim Arme faßten, um michaus dem Getümmel herausznreißen, bekam ich den Puff, dermich zu Bode» streckte, von einem linkhändigen Schiffsmann."
Meister Georg sah die Lehrburschen fragend an.
„Es ist so, wie er sagt," nahm Jan das Wort. „Nur Hab'ich Nichts von Häfen gehört. — Die Leute sagen, er habeTöpfe zerbrochen und — nehmt mir cs nickt übel — mankönne kein Glück haben in der Nähe eines Schotten."
„Gleichviel, was sic gesagt haben; es war brav von Euch,daß Ihr dem Schwachen geholfen habt. — Und Ihr, Gesell,"sprach Meister Georg, an seinen Landsmann sich wendend,„Ihr könnt morgen früh zu mir kommen; die Leute hier wer-den Euch zurechtweisen."