Mehre in dem Haufen sichtbare Spuren einer eben stattgefun-denen Rauferei an sich trugen.
„Er ist »och nicht todt," antwortete Tunstall.
„So bringt ihn zum Apotheker," erwiderte der Meister.„Meint Ihr, ich könne eines Mannes Leben wieder in Gangbringen, wie das Werk in einer Uhr?"
„Um Gottes willen, alter Freund," fiel sein Bekannterein, „behaltet ihn hier, unter unfern Händen. Er scheint nurohnmächtig zu sein."
„Ohnmächtig?" wiederholte Ramsay. „Was braucht erauf der Gasse ohnmächtig zu werden? Doch meinem FreundeMeister Georg zn Gefallen wollte ich meinetwegen alle Tobtenin S. Dnnstans Kirchspiel bei mir anfnehmen. Ruft den Sa-muel, daß er auf den Laden Acht hat."
Unter diesen Reden wurde der betäubte Mensch — es warderselbe Schotte, welcher kurz zuvor unter den Spöttereien derLehrburschcn voriibergegangen mar, in das Zimmer hinter demLaden des Künstlers gebracht und dort auf einen Sessel ge-setzt, bis der gegennberwohncnde Apotheker herbeikam. DieserHerr hatte, wie es zuweilen bei Gelehrten geht, mehr Wörterals Begriffe im Kopfe, und begann zn schmatzen von sweiputund ocelput, von ceredrum und ceredellum ch, bis er Ramsayskleinen Geduldsvorrath erschöpfte.
„Ochse — brumm!" wiederholte verketzernd der Uhrmacher.„Was hilft alles Ocsisengebrnmm, wenn Ihr dem Kinde nichtein Pflaster auf den Kopf legt?"
Meister Georg fragte mit verständigerem Eifer den Apotheker,ob nicht ein Aderlaß von Nutzen sein möchte. Der Arzneimannmurmelte und stotterte einen Augenblick, und da er nichts Besseres
Vorderhaupt, Hinterhaupt, Gehirn, kleines Gehirn.